Ärzte ohne Grenzen (Deutschland)

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@msf.de

Medizinische Hilfe in über 70 Ländern – schnell und unabhängig. Wir berichten über das, was wir sehen, um die Notlagen unserer Patient*innen sichtbar zu machen. Folge uns für tägliche Updates. Pressekontakt: www.aerzte-ohne-grenzen.de/presse

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Gestern, am 26. Oktober schlugen drei Geschosse in Mokka ein. Eines davon ging nur 150 Meter von einem Krankenhaus entfernt nieder, in dem wir auf der Kinderstation arbeiten. Kolleg*innen und Patient*innen blieben unverletzt, doch das Gebäude wurde beschädigt und der Vorfall löste große Panik aus.

10 Jahre ist es her, dass Frankreichs Regierung das Camp für Schutzsuchende in #Calais brutal aufgelöst hat, in dem zeitweise mehr als 10.000 Menschen lebten. Stattdessen leben heute Hunderte Menschen in kleinen provisorischen Lagern an der Küste, oft unter schlechten hygienischen Bedingungen.

Besonders schwer ist die Situation für geflüchtete Frauen. Immer wieder erleben sie Missbrauch und Ausbeutung und es fehlt ihnen an Zugang zu Hilfe, Informationen und Schutz. Es braucht endlich eine menschlichere europäische Migrationspolitik!

#Sudan: Heute vor einem Jahr hat die paramilitärische Miliz RSF (Rapid Support Forces) die Stadt Al-Faschir eingenommen und schlimmste Gräueltaten begangen. Dabei wurden Zivilist*innen auf den Straßen erschossen, Frauen und Mädchen vergewaltigt und Familien auf der Flucht ausgeraubt.

Die Bewohner*innen der Stadt waren zuvor mehr als 550 Tage lang belagert, ausgehungert und von humanitärer Hilfe abgeschnitten worden. Rund 800.000 Menschen sind in der Region weiterhin vertrieben und leben in überfüllten Camps.

Die weit verbreitete Mangelernährung bereitet uns enorme Sorgen. Die Zivilbevölkerung muss dringend besser geschützt und der Zugang zu humanitärer Hilfe erleichtert werden. Es braucht endlich Taten statt Worten!

#Ukraine: Am Freitag hat eine russische Drohne zivile Infrastruktur in Synelnykowe angegriffen – etwa 80 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Bei dem Angriff wurden vier Menschen getötet und mehr als 13 verletzt. Kolleg*innen von uns beteiligten sich an der Versorgung der Verletzten.

„Die Patient*innen trafen nacheinander mit Explosionsverletzungen ein. Einige hatten Verbrennungen und mehrere Patient*innen mussten notoperiert werden“, berichtet unsere Anästhesistin Karina Ivanova. Wir verurteilen die Angriffe auf Zivilist*innen in der Ukraine auf das Schärfste!

Eine Toilette für 119 Menschen. Eine Dusche für 242. Im Flüchtlingscamp Busuma, #Burundi, verschärfen fehlende Hilfsgelder die Not von 35.000 Menschen, die vor Gewalt im Osten der DR Kongo geflohen sind. Bald könnte El-Niño-bedingter Starkregen neue Krankheitsausbrüche in der Regenzeit begünstigen.

Wir behandeln im Flüchtlingscamp Busuma in #Burundi vor allem Patient*innen mit Atemwegs- und Darmerkrankungen und unterstützen Menschen mit schweren psychischen Belastungen nach Gewalt, Flucht und Verlust. Doch die Not wächst und es braucht dringend mehr humanitäre Unterstützung.

Der Krieg im Sudan ist ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung. Fast 2 von 3 Menschen im Sudan brauchen humanitäre Hilfe. 33 Millionen Leben. 33 Millionen Gründe, jetzt hinzusehen. #TalkAboutSudan Hintergründe zum Konflikt, zur Lage der Zivilbevölkerung und zu unserer med. Hilfe: msf.de/sudan-faq

#Mali: Die Gewalt in Zentralmali eskaliert, seit Anfang September wurden Tausende Menschen vertrieben. Sie haben kaum Zugang zu med. Versorgung. In dem Ort Macina am Niger sind um die 3.400 Schutzsuchende gestrandet. Wir behandeln dort ca. 150 Patient*innen pro Tag, überwiegend Frauen und Kinder.

Macina hat bereits nach vergangenen Kämpfen mehr als 5.000 Menschen aufgenommen. Unterkünfte, Lebensmittel und sauberes Wasser sind knapp. Auch, weil mittlerweile andere humanitäre Organisationen ihre Arbeit in Mali eingestellt haben, ihnen fehlt die Finanzierung.

Siedlergewalt im #Westjordanland: Ein Kollege von uns wurde bei einem Angriff israelischer Siedler auf sein Dorf verletzt. Ein Rettungswagen konnte ihn nicht direkt erreichen, da das israelische Militär dort die Bewegungsfreiheit stark einschränkt. [1/3]

Dieser Angriff ist kein Einzelfall. Seit Anfang 2026 wurden im Westjordanland 96 Palästinenser*innen, darunter 22 Kinder, von israelischen Streitkräften oder Siedlern getötet und fast 2.400 verletzt (Quelle: @unocha.org ). [2/3]

Wir verurteilen Gewalt gegen Zivilist*innen. Palästinensische Gemeinschaften, Patient*innen und Gesundheitspersonal müssen geschützt werden. Medizinische Versorgung muss Menschen in Not ungehindert erreichen können. [3/3]

451.726! So viele Menschen haben wir seit Juli 2026 im #Tschad gegen Cholera geimpft. In N’Djamena unterstützten wir das Gesundheitsministerium nach mehreren Ausbrüchen mit Behandlung, Infektionsschutz, Aufklärung und Wasseraufbereitung. Mit Erfolg: Der Ausbruch ist heute eingedämmt.

#Mittelmeer: In zwei Rettungseinsätzen haben wir am vergangenen Freitag insgesamt 65 Menschen aus Seenot gerettet. Fast die Hälfte von ihnen waren unbegleitete Minderjährige. Ein Kind war nur acht Jahre alt.

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Die Geretteten stammten ursprünglich aus Eritrea, Mali, dem Sudan, Somalia, Nigeria und dem Südsudan. Sie waren jedoch alle von Libyen aus in seeuntüchtigen Schlauchbooten aufgebrochen.

„Menschen, die auf See gerettet werden, müssen Zugang zu angemessener Versorgung haben, Schutz erhalten und fairen und wirksamen Zugang zu Asyl. Ihre Rechte müssen gewahrt werden“, so unsere Kollegin San Filippo.

#Mittelmeer: In zwei Rettungseinsätzen haben wir am vergangenen Freitag insgesamt 65 Menschen aus Seenot gerettet. Fast die Hälfte von ihnen waren unbegleitete Minderjährige. Ein Kind war nur acht Jahre alt.

„Die Menschen waren erschöpft und sichtlich mitgenommen. Einige wiesen Narben auf, die auf wiederholte Gewaltanwendungen hindeuteten. Das sind die menschlichen Kosten einer EU-Migrationspolitik, die Abschreckung vor Schutz stellt,“ sagt unsere Kollegin Claire San Filippo.

Jedes Jahr wird bei >2 Mio. Frauen Brustkrebs diagnostiziert. Vorsorgeuntersuchungen und spezielle Tests helfen, Brustkrebs früh zu entdecken, passgenau zu behandeln und damit die Überlebenschancen zu verbessern. Diese Möglichkeiten braucht es auch in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen.

Cholera ist eine behandelbare Krankheit, Tausende Menschenleben könnten gerettet werden. Trotzdem kommt es im #Sudan immer wieder zu heftigen Ausbrüchen. Was das mit dem Krieg dort zu tun hat & was es dringend braucht, beschreibt unsere Kollegin M. Serafini in diesem Gastbeitrag ⬇️ #TalkAboutSudan

fr.deCholera im Sudan: Eine Krankheit im Rhythmus des KriegesCholeraausbrüche fordern im Sudan immer wieder zahlreiche Leben. Doch viele dieser Ansteckungen könnten verhindert werden.

#Ebola: Kleinkinder sind besonders schwer von der Ebola-Epidemie in DR Kongo betroffen. Sie stellen einen großen Teil der Infizierten. Eine Infektion führt bei ihnen häufiger zum Tod als bei Erwachsenen. Doch werden sie in der Forschung und bei Maßnahmen zur Eindämmung nicht genügend berücksichtigt.

aerzte-ohne-grenzen.deDR Kongo: Kleinkinder sind überproportional von Ebola-Krankheit betroffenDie Ebola-Epidemie in der DR Kongo gefährdet besonders Kleinkinder. Trotz hoher Sterblichkeitsraten werden sie in der Forschung zu wenig berücksichtigt.

Wir behandeln immer mehr Kinder wegen Mangelernährung. Dürre, Konflikt, eingeschränkte Gesundheitsversorgung: In #Somalia hat sich die Zahl der behandelten Kinder von Januar bis August 2026 mehr als verdoppelt. Trotzdem fallen Hilfsangebote weg, warnt unsere Kollegin Frauke Ossig ⤵️ #WorldFoodDay

Das Recht auf Asyl sollte unverhandelbar sein. Beim Treffen des Europäischen Rats ab heute stehen erstmals Vorschläge zur Diskussion, das Asylrecht in bestimmten Situationen auszusetzen. Deshalb appellieren wir gemeinsam mit 37 Organisationen an die Bundesregierung. Zum vollständigen Statement:

aerzte-ohne-grenzen.deGemeinsamer Appell an die Bundesregierung, für das Grundrecht auf Asyl einzustehenBeim Treffen des Europäischen Rats am 15./16. Oktober 2026 stehen erstmals Vorschläge zur Diskussion, das Asylrecht in bestimmten Situationen auszusetzen
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Das Gesundheitssystem im Gazastreifen ist nach wie vor kaum funktionsfähig, erkrankte und verletzte Menschen können nur bedingt medizinisch versorgt werden. Vermeidbare Krankheiten breiten sich aus, da es kaum sauberes Wasser gibt.

Der Bereich, in dem Palästinenser*innen überhaupt noch unterkommen können, wird immer kleiner: mehr als 2 Millionen Menschen sind mittlerweile auf nur 35% des Gazastreifens zusammengepfercht.

Die israelische Regierung zerstört weiter systematisch die Lebensgrundlagen der Menschen im Gazastreifen. Humanitäre Hilfe bleibt eingeschränkt. Die Angriffe der israelischen Armee gehen weiter, dabei werden immer wieder Zivilist*innen getötet und verletzt.

Nicht vergessen: Auch die jeminitische Bevölkerung ist schwer getroffen von den Kämpfen zwischen Huthis und Saudi-Arabien. Was sehen wir aktuell bei unserer Arbeit im #Jemen? Ein Thread.

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Die aktuelle Eskalation trifft auf eine lange humanitäre Notsituation: Das Gesundheitssystem war schon vorher stark überlastet, viele Menschen hatten keinen Zugang zu med. Versorgung. Wir verzeichnen aktuell mehr Cholerafälle. Auch sehen wir noch mehr Kinder und Schwangere, die mangelernährt sind.

Wir unterstützen Krankenhäuser in Mokka mit Personal. Wir leisten medizinische Hilfe in Vertriebenencamps in Lahj und Aden. An weitere Gesundheitseinrichtungen in der Region haben wir Material gespendet. Wir prüfen aktuell, wo wir zusätzlich helfen können.

Nicht vergessen: Auch die jeminitische Bevölkerung ist schwer getroffen von den Kämpfen zwischen Huthis und Saudi-Arabien. Was sehen wir aktuell bei unserer Arbeit im #Jemen? Ein Thread.

Viele Menschen fliehen zu Fuß durch eine Wüstenlandschaft, bei hohen Temperaturen, ohne ausreichend Nahrungsmittel. Sie kommen in provisorischen Unterkünften wie Schulen und Moscheen unter sowie in Vertriebenencamps in den Provinzen Lahj und Aden. Einige Menschen sind ohne Obdach.

In den Notunterkünften fehlt es an sauberem Wasser und Sanitäranlagen. 70% unserer Patient*innen dort sind Frauen und Kinder. Sie leiden unter Hautinfektionen, Fieber, Durchfall und Infektionskrankheiten. Die langen Fußmärsche haben zu Fußverletzungen sowie Ohr- und Augeninfektionen geführt.

DR Kongo: Erste Menschen in Kayna und Alimbongo haben sich mit #Ebola infiziert. Das Gebiet wird von der Rebellengruppe AFC/M23 kontrolliert. Wir haben ein Isolierzentrum errichtet, versorgen Patient*innen, leisten Gesundheitsaufklärung und unterstützen bei der Kontaktverfolgung von Infizierten.

#Ebola nun auch in Kenia: Die erste Person ist dort an dem Virus gestorben. Wir beobachten die Lage, stimmen uns mit dem Gesundheitsministerium ab und schulen Gesundheitspersonal. Wir leisten weiterhin med. Hilfe in der DR Kongo, wo seit Mai mehr als 8.600 Menschen an Ebolafieber erkrankt sind.

"Niemand verlässt sein Land einfach so. Unser Grund ist der Krieg" Yonas aus Äthiopien ist einer von 27 Überlebenden aus Eritrea, Mali, Äthiopien und dem Senegal, die wir am 4. Oktober aus Seenot gerettet haben - darunter 2 Frauen und 7 unbegleitete Minderjährige. [1/3]

12 Stunden verbrachten Yonas und die anderen Überlebenden auf einem seeuntüchtigen Schlauchboot. „Die Reise war sehr gefährlich, das Wetter war schlecht“, erzählt uns der junge Geflüchtete aus Äthiopien. Trotz Risiken hatte Yonas, wie viele andere, die Überfahrt nicht zum ersten Mal gewagt. [2/3]

Wer vor Gewalt flieht, verliert oft mehr als sein Zuhause. Viele Familien im Osten der DR #Kongo haben wegen anhaltender Kämpfe kaum Zugang zu Nahrung und Gesundheitsversorgung. In Nord-Kivu sind immer mehr Kinder mangelernährt. Obwohl die Not weiter wächst, wurden viele Hilfsgelder gekürzt. [1/2]

Wir behandeln jeden Tag Kinder, die an Mangelernährung erkrankt sind. Allein von Januar bis August 2026 haben wir in Nord-Kivu etwa 33.000 Patient*innen versorgt. Kinder sollten nicht hungern, weil Gewalt eskaliert und Hilfe ausbleibt. Humanitäre Hilfe darf nicht zurückgefahren werden. [2/2]

"Es gibt in der #Ukraine keine Familie mehr, die nicht unter dem Krieg gelitten hat, in der jemand entweder gestorben oder im besetzten Gebiet zurückgeblieben ist", erzählt unsere psychosoziale Beraterin Ruslana Lutsyk-Andrushko. Zum Bericht auf @deutschewelle.dw.com ⬇️

dw.comUkraine: Fast jeder Dritte kämpft mit psychischen KriegsfolgenFast ein Drittel der ukrainischen Bevölkerung erfüllt die Kriterien für eine Posttraumatische Belastungsstörung. Ein zentraler Auslöser sind Russlands Angriffskrieg und seine Folgen – auch jenseits de...