Pause @ Real Scientists DE

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@realscientists.de

Das deutschsprachige @RealScientists. Echte Wissenschaft von echten ForscherInnen, AutorInnen, KommunikatorInnen, KünstlerInnen... Diese Woche: Pause

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Das war's schon! Eine Woche bei @realscientists.de ist vorbei. 🥲 Danke an Real Scientists, dass ich euch diese Woche ein bisschen mitnehmen durfte in meine Forschung und Themen, die mir darüber hinaus wichtig sind. Und vor allem: Danke für eure Fragen, Kommentare und das Interesse! 🧠🧪 1/3

Ich hoffe, ihr hattet Spaß dabei und vielleicht ist die eine oder andere Frage hängen geblieben. Für mich war es sehr cool zu sehen, wie viele unterschiedliche Fragen aus einem kleinen Einblick in meine Forschung entstehen können. Genau dafür mache ich Wissenschaftskommunikation. 🧠🧪 2/3

Und fast zum Schluss: Warum ist mir Wissenschaftskommunikation so wichtig? Ganz einfach: Wissenschaft macht Spaß. Ich finde es unglaublich befriedigend, etwas nicht zu verstehen und dann so lange darüber nachzudenken, bis man es versteht. Diese Freude möchte ich gerne weitergeben. 🧠🧪 1/5

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Und fast zum Schluss: Warum ist mir Wissenschaftskommunikation so wichtig? Ganz einfach: Wissenschaft macht Spaß. Ich finde es unglaublich befriedigend, etwas nicht zu verstehen und dann so lange darüber nachzudenken, bis man es versteht. Diese Freude möchte ich gerne weitergeben. 🧠🧪 1/5

Nicht jeder die Möglichkeit, jahrelang Biologie, Physik oder so zu studieren. Aber man braucht keine formelle Ausbildung, um Fragen zu stellen und verstehen zu wollen. Wenn ich Forschung erklären kann, mache ich das deshalb gerne. Und meine Erfahrung ist: Die meisten sind immer neugierig. 🧠🧪 2/5

Deshalb gehe ich z.B. regelmäßig in Schulen und erzähle dort über neuronale Netze, KI oder meine Forschung. Zum Beispiel: Wie funktioniert eigentlich ein neuronales Netz? Oder wir nehmen eine Frage aus meiner Forschung und versuchen gemeinsam, sie Schritt für Schritt zu verstehen. 🧠🧪 3/5

Und ich habe auch das Gefühl, dass dieser Thread einen kleinen Repost verdient hat. :D Vielen Dank schonmal für eure vielen Fragen. Jetzt muss ich mich ein bisschen um den Haushalt kümmern. Gerne weiter Fragen stellen. Ich werde sie dann im Laufe des Tages heute und morgen beantworten.

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Okay, wir wissen jetzt, was Representational Drift antreiben kann: 🧠 ständiges Lernen + 🧪 zufällige Veränderungen Aber damit wird es erst richtig interessant: Wenn sich die Aktivität der Neuronen ständig verändert, warum bleibt unsere Wahrnehmung trotzdem so stabil? 🧠🧪 1/8

Dieser Thread ist scheinbar etwas untergegangen am Donnerstag. Deswegen nochmal als Repost: Warum driften Aktivitätsmuster im Gehirn? Warum ist das Gehirn nicht stabil?

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Was verursacht also Representational Drift? Zur Erinnerung: Drift ist, wenn derselbe Stimulus über mehrere Tage hinweg unterschiedliche Muster neuronaler Aktivität hervorruft. Aber warum verändert sich das Gehirn überhaupt, wenn sich an der Situation scheinbar nichts ändert? 🧠🧪 1/11

Guten Morgen! Meine Woche hier ist fast vorbei. Und heute gehört der Vormittag euch. Ich mache ein kleines AMA: Fragt mich, was ihr wissen wollt. Forschung, Gehirn, neuronale Netze, KI, Wissenschaftskommunikation, Barcelona... Sind ja schon ein paar Fragen da mit denen ich anfangen kann. 🧠🧪

Kurzer Reminder. Ist ja schon morgen...

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Zum Abschluss meiner Woche hier will ich am Samstag gerne ein kleines AMA machen. Wenn ihr also noch Fragen zu meiner Forschung, dem Gehirn, neuronalen Netzen, KI, Barcelona oder irgendetwas anderem habt: her damit! Samstagvormittag werde ich dann möglichst viele davon am Stück beantworten. 🧠🧪

Und jetzt noch ein Gedanke zu Langeweile. Denn wenn wir aus dem Donnerstag etwas mitnehmen, dann vielleicht das: Unser Gehirn ist nicht statisch. Es verändert sich ständig: durch Lernen, aber auch durch zufällige Prozesse. 🧠🧪 1/6

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Und hier kommt Langeweile ins Spiel: Langeweile ist ein sehr unangenehmes Gefühl. Vielleicht hat das einen guten Grund: Wenn gerade nichts passiert, könnte unser Gehirn anfangen, sich Reize und neue Dinge zum Lernen zu suchen. Gewissermaßen, um zu viel zufälligem Wegdriften vorzubeugen. 🧠🧪 5/6

Das ist bisher eine Idee, keine fertige Erklärung. Aber ich finde sie spannend: Vielleicht ist Langeweile ein Mechanismus, der uns davor bewahrt, dass unser Gehirn einfach immer weiter vor sich hin driftet und uns stattdessen dazu bringt, neue Erfahrungen zu suchen. 🧠🧪 6/6

Und jetzt noch ein Gedanke zu Langeweile. Denn wenn wir aus dem Donnerstag etwas mitnehmen, dann vielleicht das: Unser Gehirn ist nicht statisch. Es verändert sich ständig: durch Lernen, aber auch durch zufällige Prozesse. 🧠🧪 1/6

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Aber zu viel Zufälligkeit wäre natürlich auch nicht hilfreich. Deshalb brauchen wir gleichzeitig Lernen: Neue Erfahrungen verändern das Netzwerk und halten diese Veränderungen gewissermaßen in Schach. Ein bisschen wie Flöhe hüten. Oder, wie man auf Englisch sagt: herding cats. 🧠🧪 3/6

Und jetzt noch ein Gedanke zu Langeweile. Denn wenn wir aus dem Donnerstag etwas mitnehmen, dann vielleicht das: Unser Gehirn ist nicht statisch. Es verändert sich ständig: durch Lernen, aber auch durch zufällige Prozesse. 🧠🧪 1/6

Man kann sich das so vorstellen: Im Gehirn gibt es ständig ein bisschen „Noise“: Synapsen verändern sich, Proteine werden ausgetauscht, Netzwerke verändern sich, auch wenn wir gerade gar nichts tun. Das ist nicht unbedingt schlecht. Im Gegenteil: Variabilität macht ein System flexibel. 🧠🧪 2/6

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Replying to @realscientists.de

@realscientists.de Forschung aus Selbstzweck aus Lust an Wissensgewinn sollte prinzipiell das Ziel sein. Natürlich schadet es nicht, wenn sich auch nutzbringende Anwendungen daraus ergeben, die sich dann auch vermarkten lassen. Aber das ist nicht primäre Aufgabe von Wissenschaftler*innen.

Was ist Kreativität? Eine klassische Definition wäre: etwas Neues und Nützliches schaffen. Man kann es aber auch etwas weiter fassen: etwas Neues schaffen, das für uns befriedigend oder interessant ist. Aber was passiert dabei eigentlich im Gehirn? 🧠🧪 1/8

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Noch spannender finde ich eine andere Zerlegung in nur zwei Dinge: Variabilität (→ neue Möglichkeiten erzeugen) & Selektion (→ entscheiden, welche davon gut sind). Das erinnert ein bisschen an Evolution. Und hier wird auch Drift interessant: Drift könnte genau diese Variabilität liefern. 🧠🧪 7/8

Vielleicht also nicht ein mysteriöser „Kreativitäts-Schalter“ im Gehirn, sondern das Zusammenspiel zweier ganz einfacher Prozesse: viele Möglichkeiten erzeugen und die guten auswählen. Wie genau neuronale Netzwerke das machen? Das wollen wir herausfinden. 🧠🧪 8/8

Was ist Kreativität? Eine klassische Definition wäre: etwas Neues und Nützliches schaffen. Man kann es aber auch etwas weiter fassen: etwas Neues schaffen, das für uns befriedigend oder interessant ist. Aber was passiert dabei eigentlich im Gehirn? 🧠🧪 1/8

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Eine Sache wussten wir dafür ziemlich sicher: Niemand hatte wirklich eine gute Antwort. Also haben wir selbst angefangen, darüber nachzudenken und ein Opinion Paper geschrieben, wie man Kreativität auf Ebene neuronaler Netzwerke untersuchen könnte. 🧠🧪 5/8

Eine Möglichkeit ist, Kreativität in mehrere Schritte zu zerlegen: Vorbereitung → Problem → Inkubation → Aha! → Evaluation Also: Wissen aufbauen, ein Problem haben, Abstand gewinnen, eine Idee entwickeln. Und dann prüfen: Ist das eigentlich eine gute Idee? 🧠🧪 6/8

Was ist Kreativität? Eine klassische Definition wäre: etwas Neues und Nützliches schaffen. Man kann es aber auch etwas weiter fassen: etwas Neues schaffen, das für uns befriedigend oder interessant ist. Aber was passiert dabei eigentlich im Gehirn? 🧠🧪 1/8

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Und wir waren überrascht: Verhalten? Viel Forschung. Kognition? Viel Forschung. Das ganze Gehirn? Ein bisschen. Aber was passiert eigentlich in neuronalen Netzwerken, wenn wir eine neue Idee entwickeln? Dazu gab es erstaunlich wenig. 🧠🧪 3/8

Also dachten wir: Warum nicht die Leute zusammenbringen, die sich damit beschäftigen? Wir haben eine Konferenz organisiert, Kreativitätsforscher und Neurowissenschaftler eingeladen und gemeinsam darüber diskutiert. Es hat viel Spaß gemacht. Aber schlauer waren wir danach nur bedingt. 😄 🧠🧪 4/8

Was ist Kreativität? Eine klassische Definition wäre: etwas Neues und Nützliches schaffen. Man kann es aber auch etwas weiter fassen: etwas Neues schaffen, das für uns befriedigend oder interessant ist. Aber was passiert dabei eigentlich im Gehirn? 🧠🧪 1/8

Auf die Frage bin ich eher zufällig gestoßen. Wenn ich mit meinen alten Kollegen abends unterwegs war, landeten wir irgendwann erstaunlich oft bei derselben Frage: Wie funktioniert Kreativität eigentlich auf neuronaler Ebene? Also haben wir angefangen zu recherchieren. 🧠🧪 2/8