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Medienminister Babler möchte eine gesetzliche Gehaltspyramide für den ORF. Niemand soll mehr verdienen als der Bundespräsident, also € 373.800 im Jahr. Ich nehme an, das gilt dann für alle Unternehmen im öffentlichen Eigentum. Oder zumindest für die mit 100%, wie ÖBB, ÖBAG oder Bundesforste.

Der Medienminister fordert auch eine Frauenquote von 50% in ORF-Spitzenpositionen, was natürlich berechtigt ist. Die Frauenquote im SPÖ-Statut liegt bei 40%, unter den SPÖ-Nationalrats-Abgeordneten ist sie kürzlich auf 39% gesunken. (Bei den 9 Landesvorsitzenden liegt sie bei 0%).

Warum der - ab seiner Nominierung unabhängige - Leiter des SPÖ-„Freundeskreises“ im Stiftungsrat dann einer der SPÖ-Koalitionsverhandler (fürs Medienkapitel) war, erfahren wir leider nicht. (Der Leiter des ÖVP-„Freundeskreises“ hat für die ÖVP verhandelt, Herr Westenthaler vorher für die FPÖ.)

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Faszinierend ist auch, dass der SPÖ-„Freundeskreis“ im ORF-Stiftungsrat offenbar gegen den Willen des SPÖ-Vorsitzenden besteht.

Der Boulevard ist gegen Babler, der ORF ist gegen Babler (zumindest die Freundeskreise im Stiftungsrat), die SPÖ ist (weitestgehend) gegen Babler und zeitweise gewinnt man den Eindruck, dass auch Babler gegen Babler ist. Give this man a break!

Alles richtig, man kann argumentieren, dass er erst in seinem eigenen Laden aufräumen sollte. Aber was spricht sonst gegen eine Erhöhung der Frauenquote, eine Ent(partei)politisierung des Stiftungsrates und eine Gehaltsobergrenze?

Dass die Gehaltsobergrenze kommen wird, die anderen beiden Dinge aber nicht, v.a. nicht das Ende der Parteipolitik, die aber die Ursache für die meisten Missstände ist, weil sie nach den falschen Kriterien (polit. Loyalität) das falsche Spitzenpersonal befördert.

Welches Modell der „Entpolitisierung“ ist eigentlich Ihr Favorit? Finde es gar nicht so einfach ein System zu finden, das nach den richtigen Kriterien entscheidet, wer befördert wird.

Alles perfekt als Maßnahmen - vorallem muss die Politik raus aus dem Unternehmern. Gehaltsobergrenzen sind unsinnig. Das ist rote Neiddebatte. Zumal hohe Gagen keine Garantien für missbräuchliche Situationselastizitäten darstellen.

Gegen eine Gehaltsobergrenze spricht schlicht, dass es jede Möglichkeit von sinnvollen Vertragsverhandlungen verunmöglicht. Esnivelliert das Spitzenpersonal weiter nach unten, auf Menschen, die am privaten Markr nicht mehr kriegen würden.

Das man gute Leute nur gegen obszöne Gehälter bekommt ist ein Mythos der für die Top 1% erfunden wurde und dazu führt, dass ganz oben fast immer die Gierigen statt die Anständigen landen. Das Ergebnis kann man gut am Zustand der Welt ablesen.

Das ist bei öffentlich finanzierten Unternehmen aber auch legitim, dass man das eben auch als Spitzenpersonal für die Sache tut und nicht zur Gehaltsmaximierung. Vor allem in Regionen, wo einem dabei finanziell echt absolut nichts im Leben abgeht.