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Im drittreichsten Land der Welt leben 16 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, während 5 Prozent die Hälfte des Volksvermögens besitzen. Das funktioniert geräuschlos weil die übrigen 79 Prozent sich mit den 5 Prozent solidarisieren und nicht mit den 16, obwohl sie denen näher sind.

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Die Angst mit Armut oder sozialer “Schwäche” assoziiert zu werden macht blind vor den Folgen der Angst, mit Armut oder sozialer “Schwäche” assoziiert zu werden. Toxischer Kreislauf.

Politik und Presse haben es geschaft, das der Eindruck entstanden ist, Arme leben faul in der sozialen Hängematte, sie wollen das so. Das Gefühl sich abzurakern und die "faulen" bekommen "alles" einfach so ist sehr weit verbreitet. Ständig Berichte, das wieder jemand zig tausend Sozialhilfe bekommt

Für mich immer wieder erschreckend erstaunlich. Aber dann hänge ich wieder mal mit den “normalen” Leute ab und verstehe wieso es so ist.

Und dann gibt's noch ein bisschen Hassrede gegen Leute, die das soziale System angeblich massenweise ausnutzen, das wir uns wegen des demographischen Wandels angeblich nicht mehr leisten können.

das nach unten Treten ist halt viel leichter und problemloser, als nach oben. Wenn dir der eher prekär beschäftigte Fahrer eines Großhändlers z. B. sagt, dass das richtig ist, wenn man den „faulen Schmarotzern“ jetzt endlich mal Beine macht… Schon morgen könnte er auch so ein „Schmarotzer“ sein.

Das Problem ist nicht Armut. Das Problem ist die Definition von Armut. Die meisten, die hier als arm bezeichnet werden, würden sich selbst nicht als arm bezeichnen. Zurecht.

Paypal und WhatsApp ist doch so praktisch. Und was haben die Armen zu bieten. Komfortgier und Streben nach Aufmerksamkeit sind der Untergang des Menschens wichtigstem evolutionärem Vorteil: dem Vermögen zu Kooperation über die Blutlinie hinaus.

Das ist wie im Straßenverkehr Der stärkere setzt seine Interessen durch. Der Fußgänger wettert gerne gegen den Radfahrer, solidarisiert sich aber lieber mit dem Kraftfahrzeug, weil er nicht wahrhaben will, daß genau dieser tötlich für ihn ist!

79% solidarisieren sich sicher nicht. Einige ja, viele leben in ihrer Blase, viele haben den Kopf im Sand und sehen nichts und andere verändern in ihrem Umfeld was möglich ist. Hat nur keine große Aufmerksamkeit. Aber in Summe sicher keine 79% Solidarität mit den Megabonzen.

Peter Magulski@magulski.com

»2025 zeichnet sich weltweit als Rekordjahr für Millionäre ab. Deutschland ist ganz vorn mit dabei.« Und die CDU so: lasst uns doch noch ein paar Cent von den Ärmsten der Armen holen. www.n-tv.de/wirtschaft/Z...

Es gibt Risiken im Leben, die jeder ausblendet. Das fängt mit dem Überqueren der Straße an, dem benutzen eines Fahrzeuges oder dem Genuß aufgetischter Nahrung und Getränke. Ausblenden ist also normal. Ich denke, dass es hier schlicht fehlgeleitet ist auch weil man sonst handeln müsste.

Aber da stellt sich die nächste Frage: Wie denn? Natürlich gibt es überall Antworten. Die lösen aber das Problem nicht, sondern befriedigen die Bedürfnisse der entsprechenden Klientel. Man stelle sich so etwas wie Wirtschaftsforensik als Verein vor. Mit Ausbildung. 🙈

Mir ist das nur eingefallen, weil wir ein ungelöstes Cum-Ex Problem haben. Dazu die Angriffe auf die Bricterstatter damals bei Wirecard. Das bedeutet es gibt sogar schon frühzeitig Angriffe gegen die ersten Versuche auch nur eine Grundlage für Entscheidungen zu schaffen.

Das ist zu eindimensional abgeleitet und verkennt die Macht der 5 % politische Entscheidungen in ihrem Sinne zu lenken und erfolgreich Narrative in ihrem Sinne zu deuten. Mit Sympathie für die Überreichen hat das nicht viel zu tun

Du hältst also den größten Teil der Bevölkerung für Opfer von Manipulationen? Zu keinen klaren Gedanken fähig? Hartes Urteil!

Verhaltensökologen nennen es in der Tierwelt ein evolutionäres Abwehrsystem, das nicht nur auf echte Krankheiten reagiert, sondern auf Signale von Schwäche, Andersartigkeit oder Not. Menschen meiden instinktiv das, was sie unbewusst mit Gefahr, Verfall oder Verlust assoziieren. Armut sendet +

+solche Signale. Aber beim Menschen kommt etwas Entscheidendes dazu: Ideologie. Das Narrativ von Leistung, Verdienst und Eigenverantwortung verwandelt einen Instinkt in ein moralisches Urteil. Aus „die sind anders" wird „die haben es selbst so gewählt." Es entsteht ein Verstärkungsmechanismus: +

+ Der Instinkt sagt: Distanz halten. Die Ideologie sagt: Das ist gerecht. Die Hoffnung sagt: Ich gehöre bald zu den 5, nicht zu den 16. Die statistische Realität wird schlicht ignoriert.