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In Ungarn gibt es nach der Wahl gestern einen Macht-Wechsel. Wir haben uns angeschaut, wie die Situation in Ungarn für Menschen mit Behinderungen ist. Und was die Wahl für Menschen mit Behinderungen bedeutet. (1/10)

Viktor Orbán war 16 Jahre lang der Chef der Regierung in Ungarn. Das nennt man Minister-Präsident. Viele sagen: Viktor Orbán hat die Freiheit und die Demokratie in Ungarn schwächer gemacht. Er hat bei der Wahl nicht genug Stimmen bekommen, um weiterhin Chef der Regierung zu bleiben. (2/10)

Aber was bedeutet das? Die Gesetze in Ungarn sind so, dass oft andere über Menschen mit Behinderungen entscheiden können. Menschen mit Behinderungen bekommen oft nicht die Unterstützung, die sie für ein selbst-bestimmtes Leben brauchen. (3/10)

Unter Viktor Orbán wurde zum Beispiel das Ministerium für Chancen-Gleichheit aufgelöst. Die Vereinten Nationen und andere Organisationen sagen: Ungarn setzt sich nicht genug für Inklusion von Menschen mit Behinderungen ein. (4/10)

Zum Beispiel Zwangs-Sterilisation ist möglich: In Ungarn dürfen Ärzt*innen und Betreuungs-Personen entscheiden, dass eine Person mit Behinderungen keine Kinder mehr zeugen können soll. Das kann gegen den Willen der Person passieren. (5/10)

Ungarn hat unter Orban verkündet, die Instanbul-Konvention nicht zu beschließen. Die Instanbul-Konvention soll Gewalt gegen Frauen bekämpfen. Und Ungarn ist eines der wenigen Länder, das 2024 nicht für eine EU-weite Richtlinie gegen Gewalt an Frauen gestimmt hat. (6/10)

Peter Magyar ist der Chef der Partei, die die meisten Stimmen bei der Wahl am 12. April in Ungarn bekommen hat. Er war früher ein Freund von Orbán, jetzt ist er sein Gegner. Aber auch Peter Magyar hat bisher wenig über die Themen Behinderungen und Inklusion gesprochen. (7/10)

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Im Wahlkampf hat er vor allem über Korruption und Wirtschaft gesprochen. Man weiß noch nicht genau, wie sein Plan für Inklusion aussieht. Und ob es überhaupt einen Plan gibt. (8/10)

Die Abwahl von Viktor Orbán als Chef der Regierung ist eine Chance, dass sich in Ungarn etwas ändert. Aber: Ein neuer Chef bedeutet nicht automatisch, dass alles sofort besser wird. (9/10)

Wir werden weiterhin verfolgen, was sich in Ungarn für Inklusion und die Rechte für Menschen mit Behinderungen tut. Damit wir uns in der Redaktion sowas anschauen können, brauchen wir deine Unterstützung! (10/10)